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verfügt auf Grund ihrer fachlichen Ausbildung und praktischen Erfahrungen über ausreichende Spezialkenntnisse. Sie ist mit den für sie zutreffenden staatlichen Arbeitsschutzvorschriften, Unfallverhütungsvorschriften, Richtlinien und allgemein anerkannten Regeln der Technik soweit vertraut, dass sie die Arbeitssicherheit in ihrem Arbeitsgebiet beurteilen kann.

Sachkundig ist ein Schädlingsbekämpfer, wenn er in der Lage ist, mit geeigneten diagnostischen Mitteln Art und Stadien der auftretenden Schädlings-Spezies, Umfang und Lokalisation sowie Sensibilisierungsstatus der Population zu ermitteln, danach ein wirksames Schädlingsbekämpfungsmittel sowie geeignetes Ausbringungsgerät unter Berücksichtigung von Raumnutzungsweise, Raumklima und Raumausstattung auszuwählen. Effekte der Wirkstoffe und Synergisten zu kennen, die Bewertung der Stabilität eingesetzter Pestizidpräparate auf Zielflächen, Materialverträglichkeit der Mittel bezogen auf die Ausbringungsweise sowie Dekontaminationsmöglichkeiten vorzunehmen und sich stets arbeitsschutz- und arbeitssicherheitsgerecht zu verhalten.

bewirken, dass die Umwandlung von Wirkstoffen verschiedener Herbizide zu unwirksamen Abbauprodukten in Getreidepflanzen sehr stark beschleunigt wird. Dadurch wird eine Schädigung des Getreides durch den jeweiligen Herbizid-Wirkstoff ausgeschlossen. Safener wirken pflanzenkulturspezifisch. Als Safener-Wirkstoffe sind Chinolinderivate wie Cloquintocetmexyl im Herbizid Topik und Pyrazolcarbonester wie Mefenpyrdiethyl in den Präparaten Ralon Super und Husar sowie das Fenchloridazol in der Anwendung.

sind chemische Verbindungen, die aus Wasserstoff und dem Säurerest bestehen.

Unterschieden wird zwischen anorganischen und organischen Säuren. Kennzeichen (funktionelle Gruppe) der organischen Säuren ist die Caboxylgruppe (-COOH). Beispiele für anorganische Säuren: Salzsäure (HCl), Schwefelsäure (H2SO4), Salpetersäure (HNO3), Kohlensäure (H2CO3), Phosphorsäure (H3PO4), Flusssäure (HF). Organische Säuren: Ameisensäure HCOOH, Essigsäure CH3COOH. Sie zeigen gegenüber Indikatoren eine saure Reaktion, d. h. sie reagieren sauer. Säuren gelten wegen ihrer ätzenden Wirkung als gefährliche Substanzen. Sie können je nach Konzentration und Einwirkungsdauer lebendes Gewebe stark reizen oder zerstören. Durch Säuren benetzte Haut muss sofort mit viel Wasser abgespült werden. Säurespritzer in den Augen erfordern eine sofortige gründliche Augenspülung mit viel Wasser und eine anschließende ärztliche Kontrolle.

sind eine uralte Insektenordnung, die freilebend nur in feuchtwarmen tropischen und subtropischen Gebieten vorkommt. Sie leben bei uns hauptsächlich in feuchtwarmen Räumen wie Großküchen, Bäckereien, Toiletten, Krankenhäuser und Gewächshäuser. Vorwiegende Schabenarten in Deutschland sind die Deutsche Schabe, die Orientalische Schabe, die Braune Großschabe, die Braunbandschabe und die Amerikanische Schabe. Schaben sind Material-, Hygiene- und Gesundheitsschädlinge (Schabenfraß an festen Materialien, Krankheitsübertragung, Lebensmittelverderb).
Die Küchenschaben werden auch volkstümlich als Kakerlaken bezeichnet.

sind chemische Mittel (Pestizide) zur Austreibung der Schaben aus ihren Verstecken, z. B durch Pyrethrum, Pyrethroide und Propoxur.

erfolgt im Wesentlichen mit Hilfe chemischer Mittel. Zur Bekämpfung ist eine große Zahl von Insektizid-Präparaten im Handel. Vor der Anwendung der Schabenbekämpfungsmittel müssen die Räume gründlich gereinigt werden. Um eine Tilgung zu erreichen ist die kombinierte Anwendung verschiedener Präparate in einem Stufenverfahren erforderlich. Dabei unterscheidet man zwischen der Hauptbekämpfung und der Wiederholungsbekämpfung (nach 3-5 Wochen). Die Wiederholungsbekämpfung ist erforderlich, damit die Restpopulation und die geschlüpften Larven vernichtet werden.

sind schädliche Organismen (Schädlinge), die in verschiedenen Bereichen der Wirtschaft und im Wohnbereich Schäden verursachen.

sind Lebewesen, die für die Wirtschaftsweise des Menschen nicht vom Nutzen sind, sondern in direkter oder indirekter Weise Schaden hervorrufen. Es werden Hygiene-, Feld-, Garten-, Forst-, Lager-, Vorrats-, Haus- und Quarantäne-Schädlinge unterschieden. Dabei sind Gesundheitsschädlinge Organismen, die Menschen und Tiere direkt schädigen.

Zu den Schädlingen gehören bestimmte Insekten, Nematoden, Milben, Schnecken, Vögel, Nagetiere und Wild.

ist der Anwender der Schädlingsbekämpfungsmittel. Bis 1974 war in der Bundesrepublik und bis 1989 in der DDR der Schädlingsbekämpfer ein Ausbildungsberuf. Danach gab es die Qualifizierung zu geprüften Schadlingsbekämpferinnen/Schädlingsbekämpfern (BGBl. I vom 19.3.1984). Mit dem 1. August 2004 wurde der Ausbildungsberuf Schädlingsbekämpfer in Deutschland wieder eingeführt.

ist die gezielte Bekämpfung von Schadorganismen, die durch verschiedene Verfahren vernichtet werden bzw. für den Menschen auf ein tolerierbares Maß begrenzt werden. Die Maßnahmen der Schädlingsbekämpfung sind auf Hygiene-, Vorrats- und Materialschutz gerichtet. Nach der Art der Maßnahmen werden physikalische (mechanische), chemische und biologische Verfahren unterschieden.

bedeutet, dass diese Anwender (nichtberuflich) nur gebrauchsfertige Kurzzeitmittel gegen kurzzeitig auftretende Schädlinge (Fliegen, Wespen, Mücken, Ameisen, Asseln) ausbringen dürfen. Diese Anwender dürfen nicht mehr als 2 Liter bzw. 2 kg Schädlingsbekämpfungsmittel pro Jahr applizieren. Es dürfen keine Langzeitmittel gegen koloniebildende oder eindringende Hygieneschädlinge (Ratten, Mäuse, Schaben, Pharaoameisen) angewendet werden. Des Weiteren dürfen keine Schädlingsbekämpfungsmittel, die als giftig oder sehr giftig gekennzeichnet sind oder nur unter Verwendung der persönlichen Schutzausrüstung appliziert werden, genutzt werden. Letztlich darf keine Ganzraumbehandlung erfolgen.

ist eine zusammenfassende Bezeichnung für chemische Substanzen zur Bekämpfung von tierischen und pflanzlichen Organismen, die Nutztiere, Nutzpflanzen, Lebensmittel oder Materialien schädigen oder zerstören. Sie werden in der Regel nach den zu bekämpfenden Schadorganismen (wie Insektizide, Akarizide, Rodentizide, Nematizide, Molluskizide) eingeteilt.

beinhaltet die schadlose Beseitigung von Mittelresten, von mit Mitteln verunreinigten Verpackungen, kontaminierten Kadavern und anderen Materialien nach dem Abfallrecht bzw. Tierkörperbeseitigungsgesetz.
Ferner gehört dazu die Reinigung der Ausbringungsgeräte und die schadlose Beseitigung des Reinigungswassers.

= Deutscher Schädlingsbekämpferverband e.V. (DSV)
ist ein Zusammenschluss der Schädlingsbekämpfer in Deutschland. Er nimmt die Interessen der Schädlingsbekämpfer gegenüber Behörden (Ämtern) und der Wirtschaft wahr und wird wirksam bei Maßnahmen der Weiterbildung und Qualifizierung. Die Bundesgeschäftsstelle befindet sich in Bonn.

sind Schädlingsbekämpfungsmittel-Präparate einschließlich der Verfahren durch deren Anwendung entweder einem Schädlings- oder Lästlingsbefall vorgebeugt wird oder durch Populationsreduzierung im Falle eines schon bestehenden Befalls die durch Schädlinge verursachten Schäden in kurzer Frist so vermindert werden, dass der Hygienestatus von Räumen oder Siedlungsgebieten so erhalten wird, sodass eine Ausbreitung von Krankheitserregern oder andere gesundheitliche Beeinträchtigungen über die noch vorhandenen Schädlinge mit großer Wahrscheinlichkeit nicht eintreten können und die wirtschaftlichen Verluste und Belästigungen relativ gering bleiben. Für diese Präparate muss die toxikologische Unbedenklichkeit bei sachgerechter Anwendung vorliegen.

besteht in der Minderung einer Schädlingspopulation in kurzer Frist auf ein Niveau, sodass gesundheitliche Beeinträchtigungen, unzumutbare Belästigungen oder das Absinken unter einen angemessenen Hygienestatus vermieden werden.

ist ein gebräuchlicher Begriff für schädliche Substanzen (Gifte) in der Luft, in Gewässern, im Erdboden sowie in Nahrungsmitteln in der Umwelttoxikologie.

bedeutet für bestimmte Produkte, dass sie ohne biozide Inhaltsstoffe sind und daher besonders in Innenräumen anwendbar sind wie z. B. lösungsmittelarme bzw. lösungsmittelfreie (wässrige) Farben, Lacke, einige Holzschutzmittel und Laminate. Sie tragen das Umweltkennzeichen „Blauer Engel."

sind Annahmestellen von Sonderabfällen (u. a. Schädlingsbekämpfungsmittelreste), die nicht mit dem Haumüll entsorgt werden dürfen.

sind mechanische Geräte u. a. zur Abtötung von Mäusen und Ratten. Dabei erfolgt die Anlockung mit attraktiven Ködern.

gehören zur Gattung der Aasfliegen. Sie sind 8-10 mm lang, gedrungen mit einem würfelförmigen Hinterleib und dunkelgrau glänzend. Ihre Eier legen sie portionsweise (Schmeiß) an frisches Fleisch, an Kadaver oder in Wunden kranker Tiere. Aus den Eiern schlüpfen oft schon nach 24 Stunden die Larven, die das Fleisch als Nahrung nutzen. Schnell entwickeln sich daraus die Brummer (Schmeißfliegen). Als Schädlinge machen sie Fleischlebensmittel unverwendbar als Nahrungsmittel. Zur Bekämpfung sind besonders Pyrethroide geeignet.

sind Weichtiere, die im Wasser und auf dem Land leben. Unterschieden werden Nacktschnecken und Gehäuseschnecken. Sie verursachen besonders bei Kulturpflanzen in Gärten und auf Feldern Schäden. Dabei sind es besonders Nacktschnecken (Wegschnecken, Ackerschnecken), die Schleimspuren auf den Pflanzen hinterlassen und große Fraßschäden an Pflanzen und Früchten verursachen. Gehäuseschnecken richten nur geringe Schäden an. Unter Naturschutz stehen die großen Weinbergschnecken. Sie fressen auch die Eigelege der Nacktschnecken. Die Bekämpfung der Schadschnecken kann in Kleingärten mit Bierfallen erfolgen. Biologische Präparate enthalten parasitäre Nematoden. Fraßfeinde der Schnecken sind Igel, Spitzmäuse, Kröten, Eidechsen und Stare, die die Nacktschneckenpopulation reduzieren. Zur chemischen Bekämpfung können molluskizide Wirkstoffe wie Methiocarb, Metaldehyd und Thiodicarb in verschiedenen Präparaten als Pellets ausgestreut werden. Auch Eisenphophat-Präparate sind in Gärten effektiv.

sind selbst hergestellte Aufbereitungen entsprechend zugelassener Anwendungskonzentration von geeigneten festen Köderstoffen mit pulverförmigen oder flüssigen Fraßgiften (Rodentiziden) zur Mäuse- und Rattenbekämpfung.

sind aus geeigneten Köderstoffen und Fraßgiften (Rodentiziden) gebrauchsfertig formulierte Zubereitungen von Mäuse- und Rattenbekämpfungsmitteln.

beginnen mit der Einhaltung der Rechtsverordnungen, technischen Normen und Regeln für Gefahrstoffe insbesondere in den Festlegungen der Gefahrstoffverordnung und dem Chemikaliengesetz. Entscheidend ist, dass ein Kontakt mit den jeweiligen Gefahrstoffen verhindert oder auf jeden Fall stark reduziert wird. Das kann durch technische Maßnahmen in den Betrieben und Einrichtungen (u. a.Absaugvorrichtungen), aber auch vor allem durch die Nutzung der vorgeschriebenen persönlichen Arbeitsschutzausrüstungen (PSA) erfolgen.

siehe Arbeitsschutzbrillen

siehe Arbeitsschutzhandschuhe.

siehe Arbeitsschutzkleidung, persönliche Schutzausrüstung (PSA).

sind ein geeigneter Arbeitsschutz beim Ansetzen der Spritzbrühe und beim Reinigen der Applikationsgeräte. Sie sollten aus einem Material bestehen (Gummi, plastbeschichtetes Gewebe), das für die Pestizid-Präparate undurchlässig ist.

an Geräten, Maschinen und Anlagen sind technische Vorrichtungen der verschiedensten Art (auch Pestizid-Applikationsgeräte). Sie dienen dem Schutz der Beschäftigten (Arbeitnehmer) vor Gefahren, d. h. der Verhinderung gefährlicher Einwirkungen auf das Bedienungspersonal. Schutzvorrichtungen dürfen nicht von Geräten und Anlagen entfernt werden.

bezieht sich auf den Echten Hausschwamm und den braunen Keller- und Warzenschwamm in Gebäuden. Eine erfolgreiche chemische Bekämpfung lässt sich mit Holzschutzmittelpräparaten, die Wirkstoffe auf Basis quarternärer Ammoniumverbindungen wie Dimethylbenzyl(C12-C14)-alkylammoniumchlorid enthalten, vornehmen. Diese verhindern die Sporenauskeimung der Pilze und den Durchwuchs von Pilzmyzelien. Die Ausbringung der Holzschutzmittel zur Schwammsanierung kann durch Streichen, Spritzen, Bohrlochdrucktränkung, Bohrlochtränkung und durch Schaumverfahren gemäß der DIN 68800/IV erfolgen (siehe auch Pilze).

Symbol S, ist ein Nichtmetall von gelblicher Farbe. Er verbrennt mit bläulicher Flamme zu Schwefeldioxid. Verwendet wird Schwefel u. a. zur Herstellung von Schwefelsäure, Pyrotechnika (Schwarzpulver), Gummi, Arzneimitteln, Farbstoffen, Pestizidwirkstoffen (Fungizide, Bakterizide). Elementarer Schwefel wird auch zum Ausschwefeln, z. B. von Fässern, genutzt und ist u. a. in den Fungiziden STEFES Instant und Compo Mehltau-frei Kumulus WG zur Mehltaubekämpfung im Weinbau enthalten.

ist das vorwiegende Verbrennungsprodukt des Schwefels, Formel SO2. Es ist ein farbloses, stechend riechendes Gas. Beim Auflösen von Schwefeldioxid in Wasser bildet sich die schweflige Säure (H2SO3).Verwendet wird Schwefeldioxid zur Schwefelsäure- und Sulfitzellstoffherstellung und als Reduktions-, Desinfektions- und Bleichmittel. SO2 ist sehr giftig und führt zu Verätzungen der Schleimhäute, der Atemwege und der Augen.

ist chemisch eine Verbindung aus Kohlenstoff und Schwefel, Formel CS2. Er ist eine nach faulem Rettich riechende, brennbare, leicht explosive, giftige Flüssigkeit. Verwendet wird Schwefelkohlenstoff als Lösungsmittel für Fette, Öle, Gummi und zur Herstellung von Viskose und Pestiziden (Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmittel). Die Aufnahme in den Körper beim Umgang mit CS2 erfolgt durch Einatmung und über die Haut. Bei akuten Intoxikationen treten Reizungen der Haut, der Schleimhäute der Atemwege und der Augen auf. Es kommt zur Gesichtsrötung, Euphorie, Benommenheit, Bewusstlosigkeit und infolge von Atemlähmung tritt der Tod ein. Chronische Vergiftungen führen zu Kopf- und Gliederschmerzen, Magen-Darm-Störungen, Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, Schwindel, Schwäche, Gedächtnisstörungen, Hör- und Sehstörungen und Gefäßveränderungen, die zu Herz-, Leber- und Nierenschäden führen.

ist eine starke anorganische Säure, Formel H2SO4. Sie ist eine farblose, ölige Flüssigkeit und mit Wasser unter starker Wärmeentwicklung mischbar. Schwefelsäure zerstört organische Stoffe. Die Verwendung der Schwefelsäure ist sehr mannigfaltig, so in der Düngermittel-, Pestizid-, Textil-, Farbstoff-, Arzneimittelindustrie sowie als Akkusäure und Laborchemikal.
Verätzungen mit Schwefelsäure müssen sofort mit Wasser behandelt werden.

ist ein Einteilungsbegriff der Toxizität für Gefahrstoffe, festgelegt mit LD50 oral, Ratte < 25 mg/kg Körpermasse.

Sehr giftig sind Stoffe und Zubereitungen, wenn sie in sehr geringer Menge beim Einatmen, Verschlucken oder durch die Aufnahme über die Haut zum Tode führen oder akute oder chronische Gesundheitsschäden verursachen können.

ist die indirekte Aufnahme von Rodentiziden über vergiftete Ratten durch Beutegreifer und Aasfresser.

bedeutet die Entzündung eines brennbaren Stoffes ohne Wärmezufuhr von außen. Diese Eigenschaft ist darauf zurückzuführen, dass es bei der Lagertemperatur zu einer Reaktion mit Luftsauerstoff kommt. Wenn die dabei entstehende Wärme nicht vollständig abgeführt wird, dann kommt es zur Selbsterhitzung und die dadurch bedingte Reaktionsgeschwindigkeit führt zur Selbstentzündung (z. B. ölhaltige Stoffreste).

sind Stoffe und Zubereitungen, wenn sie beim Einatmen oder durch Aufnahme über die Haut Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen können, sodass bei nachfolgender Exposition gegenüber dem gleichen Stoff oder der gleichen Zubereitung charakteristische Störungen auftreten.

sind sich schnell verbreitende ansteckende Infektionskrankheiten und durch einen schweren Verlauf gekennzeichnet. Dazu zählen Cholera, Pest, Gelbfieber, Pocken und Malaria. Das Auftreten wird begrenzt als Epidemie und weltweit als Pandemie bezeichnet. Maßnahmen zur Eindämmung der Seuchen wie übertragbare Krankheiten beim Menschen werden auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes (Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen) getroffen.

Neben den Seuchen, die beim Menschen auftreten gibt es die Tierseuchen (Schweinepest, Vogelgrippe, Rinderwahn). Auch für deren Bekämpfung gibt es staatliche Festlegungen.

sind von weiblichen Insekten abgegebene Duftstoffe (Hormone) zur Anlockung männlicher, artgleicher Insekten.

sind in Rechtsverordnungen, technischen Normen und Regeln festgelegt. Sie dienen dem Schutz der Arbeitnehmer vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen u. a. auch durch Pestizide.

hat der Unternehmer mit mehr als 20 Arbeitnehmern bereitzustellen. Die Beauftragten überprüfen das Vorhandensein von Schutzvorrichtungen und deren ordnungsgemäße Verwendung. Sie regen die Beschäftigten zum sicherheitsgerechtem Verhalten an. Sicherheitsbeauftragte haben das Recht, bei Betriebsbesichtigungen und an Unfalluntersuchungen durch die Berufsgenossenschaften und durch das Gewerbeaufsichtsamt teilzunehmen.

muss der Hersteller, Einführer oder in Verkehrbringer für gefährliche Stoffe oder Zubereitungen den Abnehmern spätestens bei der ersten Lieferung des Stoffes oder der Zubereitung mitübergeben. Das Sicherheitsdatenblatt ist in deutscher Sprache abzufassen, kostenlos an den Abnehmer zu übermitteln und mit Daten zu versehen.
Zu den Datenangaben gehören Bezeichnung des Gefahrstoffes (Stoff oder Zubereitung), Kennzeichnung des Gefahrstoffes, Zusammensetzung (Bestandteile), physikalische und chemische Eigenschaften, Angaben zur Toxikologie, mögliche Gefahren , Maßnahmen zur Brandbekämpfung, Maßnahmen bei unbeabsichtigter Freisetzung, Handhabung und Lagerung, Angaben zum Transport, Stabilität und Reaktivität, Anwendungsbereich des Gefahrstoffes sowie Schutzmaßnahmen beim Umgang mit dem Gefahrstoff (persönliche Schutzausrüstung), Erste Hilfe-Maßnahmen, Angaben zur Ökologie und Hinweise zur Entsorgung.

gelten als spezifische Sicherheitshinweise durch normierte Zeichen. Dazu zählen Verbotszeichen, die rund und rot umrandet sind mit schwarzem Symboleindruck (u. a. Verbot gefährlicher Tätigkeiten), Warnzeichen sind gelb und dreieckig mit schwarzer Umrandung und schwarzem Symboleindruck (Warnung vor Gefahrstoffen, Strahlungen, elektrischem Strom usw.), Gebotszeichen sind blau und rund mit weißer Umrandung und mit weißem Symboleindruck (Benutzung persönlicher Schutzausrüstung).Die Rettungszeichen sind grün und rechteckig oder quadratisch mit weißer Umrandung und weißem Symbol- oder Schrifteindruck (Rettungswege, Fluchtwege, Erste Hilfe-Material, Verbandsraum).

beinhalten die Einhaltung der Angaben der Gebrauchsanweisung, die Einhaltung der Herstellervorschriften im Umgang mit Arbeitsschutzmitteln, Informationen der Betroffenen über die Wirkungsweise der Mittel und Maßnahmen bei der Anwendung, die Grundreinigung der Objekte verbunden mit der Abschirmung von Lebensmitteln und Pflanzen, Verbot der Anwesenheit von unbefugten Personen während der Schädlingsbekämpfung, Betreten der Räume erst nach Freigabe durch die Schädlingsbekämpfer und die Lüftung sowie Dekontamination nach Angaben der Mittelhersteller durch die Schädlingsbekämpfer.

gehören zu den Borstenschwänzen, eine Art der Urinsekten.
Sie leben in Gebäuden und sind wärme- und feuchteliebend und im Dunklen aktiv. Die Ernährung erfolgt aus stärkehaltigen Produkten. Bei Massenauftreten können sie Papier, Textilien und Lebensmittelvorräte schädigen. Die Bekämpfung der Silberfischchen erfolgt mit Insektiziden.

enthalten Silikate und organische Stabilisatoren („Organosilikatfarben"). Als Silikate werden vorwiegend Natrium- oder Kalium-Wassergläser verwendet. Das sind Natrium- oder Kaliumsilikate wie Na2SiO3 und K2SiO3, die durch die Umsetzung von Quarzsand mit Soda (Na2CO3) oder Pottasche (K2CO3) und Kohle entstehen. Diese wässrigen Lösungen stellen einen „mineralischen Leim" dar. Silikatfarben wie Silikat-Fassadenfarben und Silikat-Innenwandfarben sind lösungsmittelfrei, haben eine hohe Wasserdampfdurchlässigkeit und verkieseln danach. Dadurch sind sie sehr wetterbeständig.

sind siliziumorganische Verbindungen. Durch Polykondensation der Monomeren Alkylsilizium-Moleküle entstehen Makromoleküle von öliger, plastischer oder harziger Beschaffenheit. Sie sind temperaturbeständig, wasserabweisend und von ausgeprägter chemischer Resistenz. Silicone werden u. a. als Hochtemperaturschmiermittel, Hochdruckfette und als Isoliermaterial in der Elektrotechnik sowie in der Farbenindustrie verwendet.

sind Silikone, die dreidimensional vernetzt und dadurch mehr oder weniger fest sind. Sie werden u. a. in Silikonfarben wie Silikonharz-Fassadenfarbe, Silikonharz-Grundfestiger und Silikonharz-Emulsion, die besonders wetterbeständig sind, verwendet.

ist chemisch ein Triazin, das wegen seiner Toxizität (LD50 oral, Ratte = 2000 mg/kg) als gesundheitsschädlich eingestuft ist. Präparate mit dem Wirkstoff Simazin (Gesa-top 2 Granulat, Algren spezial, Hora Mazin 50, Vorox Neu) werden als Herbizide appliziert. Vergiftungssymptome beim Menschen sind nicht bekannt.

ist die anwendungsfertige Lösung, Suspension, Emulsion oder anwendungsfertige Mischung von Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln.

über den Umgang mit Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln sollten auch die professionellen Schädlingsbekämpfer führen. Grund dafür: Auch wenn alle Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang mit Pestiziden beachtet werden, kann es trotzdem zu Kontaminationen bei den Anwendern kommen. Die Berufsgenossenschaften empfehlen daher ein Spritztagebuch zu führen. Darin sollte vermerkt werden: Datum des Umganges (Applikation), Zeitdauer der Applikation, angewendete Präparate, getragene Arbeitsschutzbekleidung und Bemerkungen zu Bedingungen (eventuelle Haverien, Besonderheiten in Räumen u. a.). Diese Aufzeichnungen können für einen notwendigen Arztbesuch und bei einem Anspruch auf Anerkennung einer Berufskrankheit (BK-Verdachtsmeldung) für den Betroffenen von großem Nutzen sein.

finden im Pflanzenschutz Anwendung. Dabei werden mit Feldspritzgeräten durch bestimmt Düsengrößen Tropfen mit einem mittleren Volumen-Durchmesser (MVD) von mehr als 150 µm erzeugt.

arbeiten mit einem Tropfenspektrum zwischen 50 und 150 µm MVD. Dabei werden die Tropfen aus den Sprühgeräten mit Hilfe eines Trägerluftstromes zur Zielfläche transportiert. Zur Anwendung kommen in der Schädlingsbekämpfung u. a. tragbare Motorsprühgeräte, Rückensprühgeräte und stationäre Sprühgeräte.

sind gemäß der Gefahrstoffverordnung Sicherheitsratschläge beim Umgang mit Gefahrstoffen. Sie werden gekennzeichnet von S 1 bis S 64. Auch Kombinationen von mehreren S-Sätzen werden für einzelne Schadstoffe angegeben.

sind in der Luft schwebende, kleine feste anorganische und organische Teilchen mit einer Größe von 0,1-10 µm. Bei einer Größe von weniger als 5 µm sind Staubteilchen lungengängig. Pestizide werden zum Teil auch als Stäube (staubförmige Präparate) ausgebracht.

wurde festgelegt mit 1 mg Pyrethroid-Wirkstoff pro kg Hausstaub. Dieser Wert war von Anfang an sehr umstritten, da er keinen direkten Bezug zur Bioverfügbarkeit der Pyrethroid-Wirkstoffe hat. Er gilt daher nur als Empfehlung.

finden meist in tragbaren Geräten Anwendung. Die staubförmigen Präparate haben meist nur einen geringen Wirkstoffgehalt und werden wegen der guten Schwebefähigkeit der kleinen Partikel leicht verdriftet. Ein Sonderfall der Anwendung ist die Verteilung von staub- und pulverförmigen Präparaten in Trockenbeizgeräten. Moderne Beizgeräte verfügen über Staubabsaug- und Abscheidungseinrichtungen.

sind Zweiflügler, die in Deutschland in mehreren (ca. 40) Arten vertreten und in allen Lebensbereichen zu finden sind, aber besonders in der Nähe von Gewässern. Die weiblichen Mücken saugen Blut bei Vögeln und Säugetieren (Menschen). Ihre größte Bedeutung haben sie als Plageerreger (Lästlinge), wenn sie in großen Mengen auftreten. Stechmückenstiche können zur Sekundärinfektion führen, und Übertragungen von Krankheiten und Viren sind auch in unseren Breiten nicht auszuschließen. In wärmeren Ländern erfolgt die Übertragung der Malaria durch die Anophelesmücken. Bei Hausrindern ist eine Übertragung von Arboviren durch Mücken möglich. In natürlichen Biotopen sollte eine chemische Bekämpfung nicht erfolgen. Eine Anwendung von Toxinen (Bakterium Bacillus thüringiensis israelensis = B.t.i.-Präparate) ist auf Brutgewässer durch Spritzen möglich. Dadurch werden die Larven abgetötet. Mit Repellents kann ein individueller Schutz erreicht werden. In Form von Mückenschutzflüssigkeiten oder Salben werden die Abwehrstoffe (Repellents) auf die Haut aufgetragen.

ist ein farbloses, geruchloses, geschmackloses, gasförmiges chemisches Element (N2). Er ist nicht brennbar, wirkt erstickend und ist reaktionsträge. Mit etwa 78 Volumenprozent ist er Hauptbestandteil der Luft sowie in anorganischen (Nitrate) und organischen Verbindungen (Eiweiße, Harnstoff) enthalten. Stickstoff wird für Synthesen, z. B. Ammoniak, als inertes Treibgas und Begasungsmittel zur Insektenbekämpfung verwendet.

ist ein rotbraunes, stechend riechendes, sehr giftiges, ätzendes Gas, Formel NO2. Durch die Reaktion mit Wasser bildet sich salpetrige Säure (HNO2) und Salpetersäure (HNO3). Die Inhalation kann nach wenigen Stunden zum Lungenödem führen.

sind Gemische aus verschiedenen Stickstoffoxiden wie Stickstoffmonoxid (NO), Stickstoffdioxid (NO2) und Distickstofftetroxid (N2O4). Sie entstehen bei der Umsetzung von Salpetersäure mit Metallen und Nitraten, beim Schweißen und auch bei Verbrennungsvorgängen u. a. in Verbrennungsmotoren (Kfz-Auspuffabgase). Stickoxide wirken stark toxisch auf die Atmungsorgane. Inhalation kann nach wenigen Stunden zum Lungenödem führen.

sind manuelle Verfahren in denen die Pestizid-Präparate mit Pinseln ausgebracht werden wie z. B. Wundbehandlung im Obstbau.

werden zur Behandlung kleiner Flächen in Gärten und Gewächshäusern mit Pflanzenschutzmitteln angewendet. Dazu stehen einfache Handgeräte zur Verfügung, die teilweise mit einem Gebläse zur Erzeugung eines Trägerluftstromes arbeiten. Die Handelsform der Streumittel und Granulate ist gleichzeitig die Anwendungsform.

werden vorwiegend bei Tau- oder Essigfliegenbekämpfungen angewendet. Für Fliegen attraktive Fruchtsäfte werden dazu in Enghalsflaschen (halbvoll) oder spezielle Ködergefäße zum Abfangen der Fliegen gefüllt.

ist chemisch ein Sulfonamid. Aufgrund seiner Toxizität (LD50 oral, Ratte = 1000 mg/kg) ist es als gesundheitsschädlich eingestuft. Die Sulfachinoxalin-Präparate (Brumulin Fix Fertig, Cumarex Spezial Fertigköder, Cumarex Spezial Köder- und Streumittel, Epyrin plus Rattenköder, Frunax-DS Miniriegel, Frunax-DS Ratten-Fertigköder, Frunax-DS Rattenriegel, Haferflockenköder, Ratak-Rattenriegel, Ratten- und Mäuse-Fertigköder, Ratten- und Mäusefetthappen) werden als Rodentizide angewendet. Dabei besteht die Wirkung in der Hemmung der Blutgerinnung. Vergiftungssymptome beim Menschen sind nicht beschrieben.

ist chemisch ein Organophosphat, das auf Grund seiner Toxizität (LD50 oral, Ratte = 10 mg/kg) als sehr giftig eingeordnet ist. Sulfotep-Präparate (Bladafum II) sind als Insektizide im Handel. Bei Vergiftungen treten die typischen Symptome der Acetylcholinesterase-Hemmung in Erscheinung.

sind chemisch eine Stoffgruppe, die zu den Schwefelverbindungen zählen. Eine bedeutende Gruppe sind die Sulfonylharnstoff-Verbindungen mit der Grundstruktur R1-SO2-NH-CO-NH-R2. Sie sind u. a. Wirkstoffe (Amidosulfuron, Methylsulfuronmethyl, Nicosulfuron, Prosulfuron, Rimsulfuron, Triasulfuron) verschiedener Herbizide.

ist chemisch SO2F2. Es ist ein farbloses, geruchloses, chemisch inertes Gas. Wegen seiner Toxizität (LC50 inhalativ, Ratte = 991 ppm/4 h) wird es als giftig eingestuft. Auf Grund seiner Eigenschaften eignet es sich als weiteres Begasungsmittel im Bereich des Holzschutzes wie auch in der Lebensmittelindustrie (wurde als Begasungsmittel in die TRGS 512 aufgenommen). Das Sulfuryldifluorid reizt die Augen, Atemwege und die Haut. Vergiftungserscheinungen variieren je nach Dauer und Art der Einwirkung in Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Erregung und Bewusstlosigkeit.

sind Formulierungsstoffe in Pestizid-Präparaten, die die Wirkung der Aktivsubstanzen erhöhen, wie das Piperonylbutoxid, das verbreitet als Wirkungsverstärker in Insektizid-Präparaten verwendet wird. Aber auch Piperonal-bis-(2-2-butoxyethoxy-ethyl)-acetal(1) und S 421 werden als Synergisten eingesetzt.

sind Wespenarten, die sich in unmittelbarer Umgebung des Menschen aufhalten. Dazu zählen die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe. Beide Arten sind hohlraumbewohnend. Sie können plageerregend und gesundheitsgefährdend sein. Siehe auch Wespen.

sind Fliegenarten, die sich im Siedlungsbereich des Menschen entwickeln, vermehren und aufhalten. Dazu zählen die Große Stubenfliege, die Kleine Stubenfliege, die Goldfliege, die Schmeißfliege („Blaue Brummer"), die Wadenstecher und die Tau- oder Essigfliege. Sie gelten als Gesundheitsschädlinge (Krankheitsüberträger).
Die Bekämpfung erfolgt mit verschiedenen Insektiziden wie auch durch Klebfallen (Fliegenfänger) und Substratfallen. Siehe auch Fliegen.

werden als Allgemeinsymptome und als spezifische Symptome unterschieden. Zu den Allgemeinsymptomen (unspezifische Symptome) zählen Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwächegefühl, Erschöpfung, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Magen-Darmstörungen, Augen- und Schleimhautreizungen, Hauterscheinungen, Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen, Atem- und Herzfrequenzstörungen, Schweißausbrüche und Lähmungen der Skelettmuskulatur.
Spezifische Symptome sind wirkstoffabhängig. Siehe unter Wirkstoffgruppen wie Carbamate, Organophosphate, Pyrethroide.

werden über die Blätter und Gewebe der Pflanze aufgenommen und werden dann über die ganze Pflanze verteilt, wo die verschiedenen Schädlinge angreifen.