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dient der Probenahme zur Feststellung der dermalen Belastung der Körperoberfläche (außer Hände) der Pestizidanwender. Dazu werden Baumwoll-Pads einer bestimmten Größe an verschiedenen Körperstellen unter der Kleidung vor Beginn der Applikation befestigt und nach Arbeitsende abgenommen. Aus den Pads werden die Wirkstoffrückstände analysiert und daraus die Belastung berechnet. Durch den Vergleich mit der täglich tolerierbaren dermalen Exposition (Dtol-Wert) können Aussagen über die Gefährdung der Applikatoren durch die angewendeten Pestizid-Wirkstoffe gemacht werden.

 

sind Pflanzen oder Tierarten, die auf Kosten anderer Arten (Wirtsorganismen) leben und sich entwickeln wie Viren, Bakterien, Pilze, Protozoen (Urtiere), Würmer, Insekten. Organismen, die auf dem Wirt leben, bezeichnet man als Ektoparasiten und die in Wirtsorganismen lebenden als Endoparasiten.

 

ist chemisch ein Organophosphat. Auf Grund seiner Toxizität (LD50 oral, Ratte = 2 mg/kg) ist es als sehr giftig eingestuft. Die Parathion-Präparate (E 605 forte, Ecombi, P-O-X) werden als Insektizid und Akarizid appliziert. Die Vergiftungssymptome entsprechen denen der Acetylcholinesterase-Hemmung.

 

ist chemisch ein Organophosphat, das auf Grund seiner Toxizität (LD50 oral, Ratte = 3 mg/kg) als sehr giftig eingeordnet wird. Parathionmethyl-Präparate (ME 605 Spritzpulver, früher auch Wofatox Konzentrat, Wofatox Spritzpulver) sind als Insektizide in der Anwendung. Bei Vergiftungen zeigen sich die charakteristischen Symptome der Acetylcholinesterase-Hemmung.

 

sind Presslinge in besonderen Formen (Kugel, Zylinder, Granulat). Schädlingsbekämpfungsmittel werden z. T. auch als Pellets ausgebracht, die verschiedene Wirkstoffe enthalten.

 

ist chemisch ein chloriertes Phenol (Formel C6Cl5OH). Es wird wegen seiner Toxizität (LD50 oral, Ratte = 125 mg/kg) als giftig eingestuft. Die PCP-Präparate wurden als Holzschutzmittel (Hylotox 59, Hylotox S, Hylotox IP braun) sowie zur Leder- und Textilbehandlung verwendet. Wegen der Vergiftungsgefahr in Räumen durch das Einatmen von Dämpfen und seines krebserzeugenden Potentials wurde Pentachlorphenol in Deutschland verboten(PCP-Verbotsverordnung 1989). Es wird untersagt PCP- und NaPCP-haltige Zubereitungen in den Verkehr zu bringen und anzuwenden. Bei Intoxikationen kommt es zum Anstieg der Körpertemperatur, zu starkem Schwitzen, Atembeschwerden, Beschleunigung des Herzschlages, Schwächeanfällen, Übelkeit, Erbrechen, Haut-, Schleimhaut- und Atemtraktreizungen. Es können weiterhin Nieren- und Leberschäden sowie Lähmungen auftreten.

 

von 1997 wurde als technische Regel entsprechend den Erkenntnissen in Wissenschaft und Technik erarbeitet. Im Ablaufschema ist festgelegt, dass Analysen von Hausstaub, Holzoberflächen und der Raumluft auf PCP durchzuführen sind zur Beurteilung von Innenräumen mit PCP-Quellen hinsichtlich der Exposition von Bewohnern und zur notwendigen Sanierung.

 

sind chemische Verbindungen, die durch Verknüpfung der Aminosäuren über die Peptidbindungen zu Ketten verbunden sind. Sie bilden die Grundlage der Eiweiße

(Aminosäuren → Dipeptide → Tripeptide → Polypeptide).

 

 

ist chemisch ein Pyrethroid. Es wird auf grund seiner Toxizität (LD50 oral, Ratte = 806 mg/kg) als gesundheitsschädlich eingeordnet. Permethrinpräparate (Ambush Emulsion, Ameisenspray Spiess-Urania, Detmol Bio A, Detmol-flex, Detmol-long, Detmol-per SchwabEx-fog, Wespenspray, Okaysi Spray, Ribinol, Basileum Holzwurm BV, Aco Spray Wespen, Persilan Multimat, Contra Insect Universal Raumspray, Compo Kartoffelkäfer-frei, Compo Insektenmittel) werden als Insektizid angewendet. Bei Exposition treten an kontaminierten Körperstellen Kribbeln oder Taubheit, Haut- und Augenreizungen auf. Nach oraler Aufnahme können Brechreiz, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall beobachtet werden. Schwere Vergiftungen haben Störungen im ZNS, Bewegungsbeeinflussungen, Krämpfe und Atemstilland zur Folge.

bedeutet andauernd, fortbestehend, beständig. Die Persistenz ist die Beständigkeit von chemischen Stoffen, so auch von Pestiziden, in der Umwelt. Auch in Räumen können sich Pestizidwirkstoffe nach Schädlingsbekämpfungen durch Persistenz (lange Verweil- und Wirkungsdauer) auszeichnen. Dadurch kommt es zur beachtlichen Anreicherung von Schadstoffen in der Umwelt insbesondere von chlorierten Kohlenwasserstoffen wie einst das DDT. Ein Maß für die Persistenz ist die biologische Halbwertszeit, die für einige Stoffe Jahre betragen kann. Für DDT im Körper beträgt die biologische Halbwertszeit ein Jahr und im Boden werden zwischen 5 und 20 Jahre geschätzt.

Unterschieden werden auch kurze Persistenz weniger als 10 Tage, mäßige Persistenz etwa einen Monat und lange Persistenz mehr als ein Jahr.

 

gehören zu den Schutzmaßnahmen vor Gefahrstoffen, die vom Betrieb (Arbeitgeber) zur Verfügung gestellt werden müssen und im ordnungsgemäßen Zustand gehalten werden müssen. Diese bestehen für die Pestizidanwender aus Körperschutz (Arbeitsschutzanzug), Handschutz (Arbeitsschutzhandschuhe), Kopfschutz (Hut mit breiter Krempe „Südwester", Kapuze des Schutzanzuges, Gesichtsschutz, Schutzhelm), Augenschutz (Schutzbrille), Atemschutz (Atemschutzmaske, Atemschutzgeräte) und Fußschutz (Gummistiefel).

ist eine Seuche, eine hochansteckende, akute, bakterielle Infektionskrankheit, die bereits bei Erkrankungsbeginn meldepflichtig ist. Die Erreger sind stäbchenförmige Yersinia-pestis-Bakterien. Sie ist ursprünglich eine Krankheit wildlebender Nagetiere (Zoonose), die durch Ektoparasiten (Flöhe) von Nager zu Nager und von diesen auf den Menschen übertragen wird. Bekannt sind u. a. Beulenpest und Lungenpest.

ist der Sammelbegriff für Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel (PSM) und Mittel zur Steuerung biologischer Prozesse (MBP). Pestizide dienen dem Schutz von Pflanzen, Pflanzenteilen oder Pflanzenprodukten (Erntegut, Saatgut) gegen mikrobielle, pilzliche, pflanzliche bzw. tierische Schädlinge, der Beeinflussung der Pflanzenproduktion sowie der Bekämpfung von Hygieneschädlingen. Sie sind allgemein giftige Stoffe und enthalten chemische Wirkstoffe, die Aktivsubstanzen. Bei möglichst großer Schädigung der zu bekämpfenden Organismen sollen sie eine geringe Beeinflussung von Mensch, Tier, Nutzpflanze und Umwelt, und auch keine negativen Auswirkungen auf Lebens- und Futtermittel (Geschmacksbeeinflussung, Haltbarkeit u. a.) haben. Zu den Pestiziden gehören nach ihren Anwendungsbereichen u. a. Akarizide, Insektizide, Fungizide, Herbizide, Molluskizide, Nematizide, Bakterizide, Repellents und Wachstumsregler.
Die FAO (Food and Agriculture Organization of United Nations ) = Sonderorganisation der UNO für Ernährung, Landwirtschaft, Fischerei und Forsten definiert den Begriff Pestizide folgendermaßen: Pestizide sind Substanzen (Stoffe) oder Gemische von Substanzen, die bestimmt sind zur Vernichtung oder Kontrolle verschiedener Schädlinge einschließlich der Vektoren von menschlichen und tierischen Krankheiten, unerwünschten Tier- und Pflanzenarten, die als Ursache für Schäden während oder anderenfalls in Verbindung mit Produktionsprozessen (Erzeugung), der Lagerung, dem Transport oder der Vermarktung der Nahrungsmittel, der landwirtschaftlichen Erzeugnisse, Holz und Holzprodukte oder tierischen Wachstumshemmern oder durch die Verabreichung bei Tieren oder zur Kontrolle von Insekten, Spinnen oder anderen Schädlingen im Körper (Organismus) oder auf der Körperoberfläche. Der Begriff schließt ein Substanzen, die bestimmt sind zur Anwendung als Pflanzenwachstumsregulatoren, Entlaubungsmittel, Dörrobst-Konservierungsmittel, Pflanzenstärkungsmittel oder Mittel (Wirkstoffe) zur Verhütung eines vorzeitigen Früchteabfalls (Obstfalls) und Substanzen, die vor und nach der Ernte angewendet werden, um das Verfaulen (Qualitätsminderung) der Früchte während der Einlagerung oder des Transportes zu verhindern.

 

sind chemische Elemente oder deren Verbindungen wie sie natürlich vorkommen oder zu gewerblichen Zwecken synthetisiert (verschiedene chemische Verbindungen unterschiedlicher Stoffgruppen) werden mit Wirkung auf Schadorganismen oder Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse.

 

ist der Schutz der Pflanzen vor Schadorganismen und nichtparasitären Beeinträchtigungen sowie der Pflanzenerzeugnisse vor Schadorganismen (Vorratsschutz). Dazu gehören ferner die Verwendung und der Schutz von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen durch die die Schadorganismen bekämpft werden können.

hat die Aufgabe der Überwachung der Pflanzenbestände sowie der Vorräte von Pflanzen und Pflanzenerzeugnissen auf das Auftreten von Schadorganismen, des Versandes, der Einfuhr, Durchfuhr und Ausfuhr von Pflanzen und Pflanzenerzeugnissen im Rahmen des Pflanzenschutzes sowie die Ausstellung von Pflanzengesundheitszeugnissen. Er hat die Beratung, Aufklärung und Schulung auf dem Gebiet des Pflanzenschutzes einschließlich der Durchführung des Warndienstes und die Berichterstattung über das Auftreten und die Verbreitung von Schadorganismen vorzunehmen. Auch die Prüfung von Pflanzenschutzmitteln, Pflanzenschutzgeräten und Verfahren des Pflanzenschutzes sowie die Resistenz von Pflanzenarten zu prüfen und beim Schließen von Bekämpfungslücken mitzuwirken, obliegen dem Pflanzenschutzdienst. Pflanzenschutzdienste sind in den einzelnen Bundesländern tätig.

 

dienen der Ausbringung (Applikation) der Pestizidpräparate. Nach dem Ausbringungsverfahren werden unterschieden Spritzgeräte, Sprühgeräte, Nebelgeräte, Stäubegeräte, Gießgeräte, Beizgeräte, Begasungsanlagen und Bodeninjektoren.

sind Substanzen (Chemikalien) zur Bekämpfung von Schädlingen und Krankheitserregern der Pflanzen und unerwünschtem Pflanzenwuchs (Unkräuter). Sie sind dazu bestimmt, Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse vor Schadorganismen, Tiere und Pflanzen oder Mikroorganismen, die nicht Schadorganismen sind zu schützen; weiterhin die Lebensvorgänge von Pflanzen zu beeinflussen, ohne ihrer Ernährung zu dienen (Wachstumsregler) und das Keimen von Pflanzenerzeugnissen zu hemmen. Als Pflanzenschutzmittel gelten auch Stoffe, die dazu bestimmt sind, Pflanzen abzutöten und das Wachstum von Pflanzen zu hemmen oder zu verhindern (Pflanzenschutzgesetz 1999).

 

 

sind Stoffe, die ausschließlich dazu bestimmt sind, die Widerstandsfähigkeit von Pflanzen gegen Schadorganismen zu erhöhen, Pflanzen vor nichtparasitären Beeinträchtigungen zu schützen und für die Anwendung an abgeschnittenen Zierpflanzen außer Anbaumaterial bestimmt sind. Sie werden den Pflanzenschutzmitteln zugeordnet.

 

 

in der Schädlingsbekämpfung bestehen darin, dass sie die Qualifizierungsanforderungen erfüllen. Entsprechend der GefStoffV können sie Bekämpfungsmaßnahmen mit gesundheitsschädlichen, giftigen und sehr giftigen Stoffen und Zubereitungen (Schädlingsbekämpfungsmitteln) nur dann durchführen, wenn sie den Nachweis als sachkundige Person besitzen. Hilfskräfte können nur unter ständiger Aufsicht einer sachkundigen Person Bekämpfungsmaßnahmen durchführen. Arbeitnehmer sind verpflichtet, die vom Arbeitgeber kostenlos zur Verfügung gestellten Arbeitsschutzmittel zu tragen. Die Hinweise durch Warn-, Gebots- und Verbotsschilder sowie andere Gefahrenkennzeichnungen sind von den Arbeitnehmern zu beachten. Weiterhin sind die Arbeitnehmer verpflichtet, an den jährlichen Arbeitsschutzbelehrungen teilzunehmen und die Teilnahme durch Unterschrift zu bestätigen.

hat der Unternehmer (Arbeitgeber). Dabei hat der Unternehmer Unfälle von Versicherten (Arbeitnehmern) in seinem Unternehmen (Betrieb) dem Unfallversicherungsträger anzuzeigen, wenn Versicherte getötet oder so verletzt sind, dass sie mehr als drei Tage arbeitsunfähig werden. Das gilt entsprechend für Unfälle von Versicherten deren Versicherung weder eine Beschäftigung noch eine selbständige Tätigkeit voraussetzt. Wenn der Unternehmer im Einzelfall Anhaltspunkte hat, dass bei Versicherten eine Berufskrankheit vorliegen könnte, dann hat er diese dem Unfallversicherungsträger anzuzeigen. Die Anzeige eines Versicherungsfalls ist binnen drei Tagen zu erstatten, nachdem der Unternehmer von dem Unfall oder den Anhaltspunkten für eine Berufskrankheit Kenntnis erlangt hat. Der Versicherte kann vom Unternehmer verlangen, dass ihm eine Kopie der Anzeige überlassen wird (Unfallversicherungs-Einordnungsgesetz vom 7.8.1996, BGBl. I S. 1254, § 193).

 

sind eine meistens in geheizten Räumen vorkommende kleine, gelb bis bräunliche Art der Ameisen, die in Kolonien jeweils mit mehreren Königinnen oft unter Bildung von Tochterkolonien zusammen leben. Sie sind größtenteils sehr lästig und sind als Lebensmittelverderber durch Verschleppen von Keimen schädlich, und in Krankenhäusern kommt es zur Kontaminierung von Sterilgut sowie zur Patientenbefressung unter dem Wundpflaster.

Die Bekämpfung der Pharaoameisenkolonien kann erfolgreich mit den Präparaten (Köder) Pharomet (Wirkstoff Methopren) und Turbo Pharaonis (Wirkstoff Metrifonat) erfolgen, die außerdem die Gesundheit des Menschen nicht belasten. Siehe weiterhin unter Ameisenbekämpfung.

 

sind organische Verbindungen, die am Phenylrest Chlor und verschiedene Alkansäurereste enthalten. Sie haben eine große Bedeutung als Herbizid-Wirkstoffe (Wirkstoffe: 2,4-D, Dichlorprop, MCPA, Mecoprop).

sind artspezifische Wirkstoffe (Erkennungsstoffe, Sexuallockstoffe), die zur Informationsübermittlung zwischen den Individuen einer Population dienen. Sie werden als Sexualpheromone und Nahrungspheromone in der Schädlingsbekämpfung zur Befallsfeststellung (Befallsorte, Befallsintensität) durch Schadinsekten (Motten, Schaben, Reiskäfer) verwendet. Durch die Lockung mit geringen Konzentrationen der Duftstoffe kann über die gezielte Bekämpfung am Ort des Auftretens mit möglichst geringem Schädlingsbekämpfungsmitteleinsatz entschieden werden. Als Pheromone sind folgende Wirkstoffe in verschiedenen RAK-Präparaten im Handel: E7-Z9-Dodecadienylacetat (E7Z9-12Ac), E8E10-Dodecadienol (E8E10-10OH), Z11-Tetrade-cenylacetat (Z11-14Ac), Z3, Z13-Octadecadienylacetat (Z3Z13-18Ac) und Z9-Dodecenylacetat (Z9-12Ac).

 

dienen der Schädlingskontrolle in Lebensmittelproduktlagern bzw. der Verarbeitungseinrichtungen oder in Rohstofflagern vorwiegend zur Überwachung der Lagerschädlingsausbreitung (besonders verschiedene Mottenarten).

 

ist chemisch das Dichlorid der Kohlensäure, Formel COCl2. Es ist ein farbloses, nach faulem Heu riechendes, giftiges Gas. Gebildet wird Phosgen u. a. bei der Zersetzung von Chloroform und Tetrachlorkohlenstoff (Tetra). Danach zerfällt es in Kohlendioxid und Chlorwasserstoff. Im ersten Weltkrieg wurde es als lungenschädigender chemischer Kampfstoff (Grünkreuzgas) eingesetzt. Bei akuter Intoxikation tritt nach mehrstündiger Latenz das Lungenödem auf und es folgt der Tod.

 

ist chemisch ein Organophosphat. Auf Grund seiner Toxizität (LD50 oral, Ratte = 9,1 mg/kg) ist es als sehr giftig gekennzeichnet. Die Phosphamidon-Präparate (Detia Pflanzen-Ungezieferfrei-Dimecron, Dimecron 20) werden als Akarizide und Insektizide appliziert. Bei Vergiftungen werden die typischen Symptome der Acetylcholinesterase-Hemmung beobachtet.

 

ist ein Nichtmetall, das in mehreren Modifikationen (roter, gelber/weißer und schwarzer Phosphor) auftritt. Roter Phosphor gilt als nicht giftig (Verwendung in Streichhölzern).Weißer Phosphor ist wachsweich, löslich in Schwefelkohlenstoff und Ölen und ist sehr giftig. Bei Raumtemperatur entzündet er sich bereits. Weißer Phosphor ruft auf der Haut Brandwunden und tiefe Nekrosen (Gewebstod) hervor, die schwer heilbar sind (Verwendung in Phosphorbrandbomben). Schwarzer oder metallischer Phosphor ist ebenfalls nicht giftig.

 

ist chemisch eine gasförmige Wasserstoffverbindung des Phosphors (Formel PH3). Augrund seiner Toxizität (LC50 inhalativ, Ratte = 0,015 mg/l) ist PH3 als sehr giftig eingeordnet. Phosphorwasserstofferzeugende Präparate (Degesch Plate, Degesch Strip, Delicia Gastoxin-Tabletten, Detia Beutelrolle, Detia Gas-Ex-B, Detia Mäuse Giftköder, Detia Wühlmausköder, Wühlmauspille) sind als Insektizid und Rodentizid in Begasungsmitteln im Gebrauch. Vergiftungssymptome sind Mattigkeit, Ohrensausen, Übelkeit, Brustdruck, Angstgefühl, Gleichgewichtsstörungen, Cyanose, Bewusstlosigkeit, Atemnot, Unruhe, Kopfschmerzen, Kältegefühl, Schwitzen, Bewusstseinstrübung, Schwindelgefühl, Erbrechen, Leibschmerzen, Durchfall, Krämpfe, Atem- und Herzstillstand.

 

= pondus Hydrogenii (Gewicht des Wasserstoffs) ist der negative dekadische Logarithmus der Wasserstoffionenkonzentration. Einteilung: pH 0 bis < 7 = sauer, pH = 7,0 ist neutral und pH > 7 bis 14 ist basisch (alkalisch). Die Bestimmung des pH-Wertes erfolgt mit Hilfe von Indikatoren bzw. genauer elektrochemisch mit verschiedenen Einstabmessketten (pH-Meter).

ist chemisch ein Organophosphat. Es wird auf Grund seiner Toxizität (LD50 oral, Ratte = 2000 mg/kg) nicht als Gift eingestuft. Die Phoxim-Präparate (Ameisenmittel, Baythion EC, Ameisen-Streu- und Gießmittel, Blattanex Ameisenmittel, Blattanex Ameisenköderdose) werden als Insektizide angewendet. Beim Menschen treten nach Intoxikation die Symptome der Acetylcholinesterase-Hemmung auf.

der Schädlinge sind mechanische Fallen (Mause- und Rattenschlagfallen, Schabenfallen), Leimfallen (Fliegen, Motten), Staubsauger (Flöhe, Flohlarven, Mottenlarven, Taubenzecken, Messingkäfer), Bewegen und Umlagern von Vorräten und Abfällen (Getreide, Lebensmittel), Sieben (Getreide), thermische Verfahren - Hitze, Heißluftverfahren (Kleiderläuse, Holzschädlinge), akustische Verfahren (Ultraschall Maulwürfe, Ratten und Mäuse, Hörschallwellen, Vergrämung durch Geräusche - besonders Tauben, Mücken), elektromagnetische Wellen (Wechselstrom, Mikrowellen, Radiowellen, UV-Fallen - besonders zur Insektenbekämpfung).

als Holz- und Mauerwerkzerstörer sind in Europa weit verbreitet. Der Echte Hausschwamm dringt tief in das Mauerwerk und das Holz ein und verursacht großen wirtschaftlichen Schaden, da eine schnelle und großflächige Ausbreitung erfolgt. Es bildet sich ein weißes watteartiges Pilzgeflecht (Myzelpolster) auf der Holzoberfläche aus. Die Fruchtkörper haben eine fladenartige, runde bis elliptische Form.
Der braune Keller- und Warzenschwamm tritt in Gebäuden und im Freien auf und bildet anfänglich ein weißes, dann grau bis schwarzbraunes Oberflächenmyzel mit wurzelähnlichen, verzweigten, strahlenartigen Strängen aus (Bekämpfung siehe unter Schwammbekämpfung).

ist chemisch ein Glykolether. Augrund seiner Toxizität (LD50 oral, Ratte = 4570 mg/kg) erfolgt nach der GefStoffV keine Einstufung als Gift. Verwendung findet das Piperonylbutoxid besonders als Synergist für Pyrethroid-Präparate und als Insektizid (Bertram Wespen-Ex, Bio Fliegenspray, Blitol Insektenfrei, Compo Schädlingsfrei, Detmol-plus, Fliegenspray, Floristen Pflanzenspray, Gartenspray Hortex, Insektenfrei, JuvenEx SP, Permanent Ungezieferspray, Pflanzol-Blattlaus-Spray, Spruzit Puder). Bei Intoxikationen treten Kopfschmerzen, Benommenheit, Diarrhoe und Erbrechen auf.

ist chemisch ein Carbamat, das auf Grund seiner Toxizität (LD50 oral, Ratte = 142 mg/kg) als giftig eingestuft wird. Pirimicarb-Präparate (Blattlausfrei Pirimor G, Etisso Blattlaus-frei, Pflanzol Blattlaus Ex) werden als Insektizid appliziert. Bei Vergiftungen treten die typischen Symptome der Carbamat-Intoxikation hervor.

ist chemisch ein Organophosphat, das wegen seiner Toxizität (LD50 oral, Ratte = 2050 mg/kg) als gesundheitsschädlich eingestuft ist. Präparate mit dem Wirkstoff Pirimiphosmethyl werden als Insektizid (Actellic 50) verwendet. Bei Vergiftungen treten die charakteristischen Symptome der Acetylcholinesterase-Hemmung auf.

ist ein weit verwendeter Thermoplast (-CH2-CHCl-)n, der aus Vinylchlorid synthetisiert (polymerisiert) wird. Dieser Kunststoff ist gegenüber Chemikalien (Säuren, Laugen) stabil, nicht löslich, brennbar, elektrischer Nichtleiter, verformbar und mechanisch bearbeitbar. Verwendet wird PVC u. a. für Rohrleitungen, Apperateverkleidungen, Isolierung für elektrische Leitungen, Fußbodenbelag, Seile, Fischereinetze, Folien und Schutzkleidung.

 

ist chemisch ein Pyrethroid. Auf Grund seiner Toxizität (LD50 oral, Ratte = 480 mg/kg) ist es als gesundheitsschädlich eingestuft. Die Prallethrin-Präparate (Globol Elektro Insektenfrei, Globol Mücken Raus) werden als Insektizide appliziert. Bei Intoxikationen werden die typischen Symptome der Pyrethroid-Aufnahme beobachtet.

sind die anwendungsfertigen Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel. Diese bestehen aus den chemischen Wirkstoffen (Aktivsubstanzen) und den festen oder flüssigen Formulierungsstoffen/Trägerstoffen (Lösungsmittel, Streckungsmittel, Emulgatoren). Siehe auch Formulierungen.

umfasst die Vorkehrungen zur Verhinderung von Krankheiten, Unfällen einschließlich der individuell veranlassten ärztlichen Maßnahmen, die der Überwachung und Erhaltung der Gesundheit dienen. Unterschieden werden die primäre Prävention (Ausschaltung gesundheitsschädigender Faktoren noch vor ihrer Wirkung), die sekundäre Prävention (Aufdeckung durch frühestmögliche Diagnose und Therapie von Erkrankungen durch Vorsorgeuntersuchungen/Früherkennungsuntersuchungen) und die tertiäre Prävention (Begrenzung bzw. Ausgleich von Krankheitsfolgen u. a. durch Rehabilitation).

 

oder re-entry time sind die Zeiträume zwischen der Anwendung der Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel und dem Zeitpunkt des frühestmöglichen, gefahrlosen Wiederbetretens eines behandelten Kulturpflanzenbestandes, einer behandelten Fläche oder eines behandelten Raumes (Objektes) ohne besonderen Schutz. Nach der Applikation der Pestizide bleiben diese über einen unterschiedlichen Zeitraum und in verschiedener Konzentration als Rückstände auf Pflanzen oder in der Raumluft. Daraus ergibt sich eine Wartezeit des Wiederbetretens, die Präventivzeit. In Deutschland gibt es keine Festlegungen von Präventivzeiten.

in der Ratten- und Mäusebekämpfung ist die direkte Aufnahme von mit Rodentiziden versetzter Köder durch Nichtzielorganismen.

 

„So viel wie notwendig, so wenig wie möglich."

 

sind Organismen, die anorganische Stoffe durch Photosynthese (grüne Pflanzen) und durch Chemosynthese (einige Bakterien) in organische Stoffe umwandeln (so genannte Primärproduktion).

bedeutet eine Kombination eines thermischen Verfahrens mit der Begasung durch Sulfuryldifluorid (Präparat Pro Fumea) gegen Vorratsschädlinge in Getreide-Mühlen. Dabei werden in leeren Mühlen alle Fenster und Türen mit Gassperrfolie bespannt oder auch die ganzen Mühlen überspannt und dann durch Wärme behandelt sowie mit Pro Fumea begast. Dadurch wird eine vollständige Desinfektion der Mühlen erreicht. Dieses Verfahren kann in Zukunft eine Alternative zur Methylbromid-Begasung sein.

 

beinhaltet vorbeugende Maßnahmen zur Feststellung eines Schädlingsbefalls durch Auslegen von Ködern u. a. bei Mäusebefall oder Klebfallen zur Feststellung von Schaben, um daraus zu entscheiden, ob eine Schädlingsbekämpfungsmittel-Anwendung erforderlich ist.

 

 

ist chemisch ein Carbamat. Auf Grund seiner Toxizität (LD50 oral, Ratte = 50 mg/kg) wird es als giftig eingeordnet. Die Propoxur-Präparate (Blattanex EC Proficid, Blattanex Staub, Blattanex Spezial-Spray, Blattanex Ameisenpumpspray) werden als Insektizide angewendet. Bei Intoxikationen treten die Symptome der Acetylcholinesterase-Hemmung durch Carbamate auf.

sind zusammengesetzte Proteine (Eiweiße). Sie bestehen aus einem Proteinanteil (einfacher Eiweißkörper), der mit weiteren anorganischen und organischen Stoffen verbunden ist. Beispiele für Proteide sind die Glykoproteide, Nukleoproteide, Lipoproteide, Chromoproteide, Metallproteide und Phosphorproteide. Die meisten Enzyme sind Proteide.

 

sind einfache Eiweiße, die ausschließlich aus Aminosäuren aufgebaut sind, welche sich zu Polypeptidketten zusammenlagern. Aus diesen bilden sich die räumlichen Strukturen der Proteine.

sollten die Schädlingsbekämpfer generell anfertigen. Sie sollten die Bekämpfungsmaßnahmen genau wiedergeben (Datum, Name des Kunden, Befall, angewendete Schädlingsbekämpfungsmittel, Menge der angewendeten Mittel, Objekt-Räume, Wirkungsdauer der Präparate, Wiedernutzung der Räume) und die Unterschriften des Schädlingsbekämpfers und des Auftragsgebers/Beauftragten tragen. Solche Protokolle können zur Objektkartei zusammengefasst werden.

dienen dem Zweck, Raumluftbelastungen durch Schadstoffe sowohl qualitativ als auch quantitativ durch einen Schnelltest festzustellen. Gebräuchlich sind die Dräger-Prüfröhrchen. In Kombination mit einer Drägerpumpe wird die belastete Luft durch die Prüfröhrchen gesaugt und dabei werden durch spezifische Reaktionen bestimmte Schadstoffe durch Verfärbungen angezeigt. Für eine ganze Anzahl von Gefahrstoffen u.a. auch Pestizide sind Prüfröhrchen im Handel. Zur raschen Überprüfung der Luftbeschaffenheit am Arbeitsplatz werden verschiedene Prüfröhrchen in Gasspürgeräten eingesetzt.

ist eine gebräuchliche Abkürzung für Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel. Siehe auch dort.

 

sind eine Entwicklungsstufe bei Insekten mit vollständiger Verwandlung, die zwischen der Larve und Imago liegt (Ei - Larve - Puppe - Imago/Vollinsekt).

 

ist chemisch ein Organophosphat, das auf Grund seiner Toxizität (LD50 oral, Ratte = 242 mg/kg) als gesundheitsschädlich eingestuft ist. Die Pyrazophos-Präparate (Desgan, Crysal Mehltauspray) werden als Fungizid ausgebracht. Bei Intoxikationen zeigen sich die typischen Symptome der Acetylcholinesterase-Hemmung.

ist ein Natur-Pyrethroid (Naturstoff Pyrethrin).Gewonnen wird das Pyrethrum aus den Blüten verschiedener Wucherblumenarten (Chrysanthemum). Auf Grund seiner Toxizität (LD50 oral, Ratte = 700 mg/kg) wird es als gesundheitsschädlich eingeordnet. Pyrethrium kommt in einer Vielzahl von Präparaten als Insektizid (Ameisenspray, Aqua Py, Aco Spray Wespen, Finicon Trockennebelautomat, Finicon Nebelautomat, Finicon Pyrethrum Puder, Bertram Wespen-Ex, Bio Fliegenspray, Compo Schädlings-frei, Compo Schädlingsfrei plus, Compo Insekten-Spray, Detmolin F, Detmol-flex, Detmol long, Fliegen-spray, Fog 1, Hyganex-safety, Hyganex Wespenspray, Hyganyl 11, Loxiran Ameisenspray, Pflanzen-spray Hortex Neu, Norax Insekten Sprüh, Pyrecap 8-02, Pyridi 200 EC, Pyrtox Insektenkiller EC, Raptol Schädlingsspray, SchwabEx-fog, SchwabEx-spray, Spruzit Konzentrat, Spruzit Staub, Spruzit Schädlingsfrei, Spruzit Gartenspray, Spruzit Käfer- und Raupenfrei, Vos antifog, Wespenspray, Zidil Insektenpulver) zur Anwendung. Bei Vergiftungen zeigen sich die typischen Symptome der Pyrethroid-Intoxikation.

sind eine synthetische chemische Verbindungsgruppe mit einer charakeristischen „Pyrethroid-Struktur". Sie sind Ester der Chrysanthemumsäure, der Permethrinsäure und der Chlorphenylisovaleriansäure mit verschiedenen Ketoalkoholen. Dabei werden unterschieden auf Grund des Vorhandenseins der Cyano-Gruppe im Molekül, Pyrethroide vom Typ I ohne die Cyanogruppe und Pyrethroide vom Typ II mit der Cyanogruppe.

zeigen sich in einer Anzahl typischer Symptome. Bei Hautkontakt treten Allergien, vorrübergehende Hautrötungen, Kribbeln und Juckreiz auf. Nach Einatmung kann es zum Reizhusten und Lungenödem kommen. Des Weiteren treten Herz-Kreislauf-Störungen mit Blutdrucksenkung und Herzfrequenzanstieg, Magen-Darm-Störungen verbunden mit Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall sowie im Nervensystem Bewusstseinsstörungen, Krampfanfälle und Fehlempfindungen auf.

 

 

ist chemisch ein Phenylether. Auf Grund seiner Toxizität (LD50 oral, Ratte = 5000 mg/kg) erfolgt keine Einstufung als Gift. Die Pyriproxyfen-Präparate (JuvenEx EC, JuvenEx SP, JuvenEx SV, PharEx K) werden als Insektizid ausgebracht.Vergiftungssymptome beim Menschen sind nicht bekannt.